Die Tierwelt Massurgos

Massurgo verfügt über eine einzigartige Tierwelt. Nur die wichtigsten Vertreter seien hier vorgestellt:


Brummferkel

Brummferkel leben in den tiefen Wäldern Massurgos. Die kleinen Paarhufer, ernähren sich hauptsächlich von Maden und Würmern, dabei setzen sie mächtig Speck an, ihr Fleisch ist jedoch von ausgesuchter Zartheit. Brummferkel sind flink und gar nicht so leicht zu jagen. Die Männchen lassen sich, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen, hin und wieder zu Angriffen verleiten, was dank der rammbockartigen Auswüchse an der Stirn der Tiere für Caterer ziemlich schmerzhaft werden kann.



Chronohupfe

Kaum eine anderes Wesen auf Massurgo ist rätselhafter und geheimnisvoller als die Chronohupfe. Die großen Laufvögel mit dem bunten, metallisch schimmernden Gefieder und der flaumigen weißen Halskrause  ernähren sich ausschließlich von den Samenkapseln der Elikkanfarne.
Unermüdlich erforschen Wissenschaftler, sogenannte Chronologen, die Fortpflanzung, die Ernährungsgewohnheiten, und nicht zuletzt die beunruhigende Fähigkeit der Vögel, plötzlich loszurennen und sich einfach in Luft aufzulösen.


Crunchfliegen

Die großen, trägen Insekten ernähren sich vorzugsweise von Röddelbrödöngkot. Im Verhältnis zu ihren fleischigen Körpern wirken die fast durchsichtigen Flügel winzig. Das Fleisch der Crunchfliegen ist sehr eiweißhaltig. Sie werden mit ihrem ebenfalls sehr schmackhaften Panzern geröstet. Beim Zerbeißen der Panzer entsteht das namensgebende Crunch-Geräusch. In den Karawanen gehört die „Ernte“ von Crunchfliegen zu den Aufgaben von Novizen. Bewaffnet mit einem Fächer und einer Art Reuse "pflücken" sie die trägen Tierchen von den noch warmen Röddelbrödönghäufchen. 

 

Elvomoren

Elvomoren sind Plattfische, die in vielen Seen Massurgos vorkommen. Sie leben meist am Grund in großen Tiefen und kommen nur in hellen Elvo-Nächten an die Oberfläche, wo sie von fleißigen Fischern mehr oder weniger nur eingesammelt werden müssen. Elvomoren sind berüchtigt für ihre klagenden Gesänge. Wenn sie nach ihrem Fang Luft durch röhrenförmigen Organe auf ihrem Rücken pumpen, die ihnen unter Wasser als Düsen zur Fortbewegung dienen, ertönen schaurige Klagelieder über die nächtlichen Seen.



Flusszwitschen

Die kleinen, flinken Wasservögel mit dem blauen Gefieder sind wegen ihres schmackhaften Fleisches, vor allem aber wegen ihrer großen, fetten Leber sehr beliebt. Flusszwitschen leben überall dort, wo es Wasser gibt. Die Tiere vermehren sich wie verrückt und lassen sich sogar von unerfahrenen Novizen problemlos fangen.



Groompfe

Die Geißel der Massurgischen Wälder! Die größten Landraubtiere Massurgos sind riesige, urtümliche Fleischfresser, die ihre Haut in Farbe und Struktur perfekt der Umgebung anpassen können. Solchermaßen getarnt liegen Sie an sonnendurchfluteten Plätzchen im Wald und lauern auf Beute.

Nahe an den Karawanenwegen lagernde Groompfe sind eine große Gefahr für vorbeiziehende Karawanen. Da Groompfeier zu den begehrtesten Lebensmitteln Massurgos gehören, werden die Nester brütender Groompfweibchen  von mutigen Caterern mit viel List und unter Lebensgefahr geplündert. Für ein Dutzend Groompfeier kann eine Karawane gut und gerne einen jungen, gesunden Nachrichtenwaggabong erstehen. Während der Brutzeit verlassen Groompfbullen bei Tagesanbruch das Nest und jagen in den Tiefen der Wälder. Abends kehren sie mit ihrer Beute zu ihren Weibchen zurück. Aus diesem Grund kann eine abendliche Nestplünderung für Caterer zu einem lebensgefährlichen Unterfangen werden.


Heißwassermolche
Massurgische Heißwassermolche leben in den heißen Quellen der vielen, vulkanisch aktiven Gebiete Massurgos. Es sind große Amphibien mit kräftigen Kiefern. Die flinken und wehrhaften Molche werden von mutigen Caterern unter Lebensgefahr im trüben Wasser gefangen und anschließend am Spieß gebraten. Der Genuss von Amphibienfleisch ist auf Massurgo weit verbreitet. Das zähe Heißwassermolchleder ist ein begehrter Grundstoff auf Massurgo. Geschmeidig, aber äußerst widerstandsfähig, wird es zu vielerlei nützlichen Dingen des täglichen Gebrauchs verarbeitet.



Kanalkrebse

zu Tausenden bewohnen die trägen Krebse den Grund der aus der Landschaft Massurgos nicht wegzudenkenden Kanäle. Besonders beliebt ist das Fleisch ihrer kräftigen Scheren. Kanalkrebse sind vor allem bei der Wasserkornernte lästig und werden gerne vorher abgefischt. Das schmackhafte Fleisch ihrer Schwänze und Scheren erfreut sich auch bei Cateringkarawanen großer Beliebtheit, dort wird aus Ihren gerösteten Karkassen manch leckeres Sößchen bereitet.



Perlsilberlinge

Die köstlichen Fische mit festem, weißem Fleisch, deren silbrige Haut bei Lichteinfall in allen Regenborgenfarben schimmert sind endemisch und kommen nur im Quellsee von Rotfelsenhain vor. Wegen ihres feinen, etwas süßlichen Geschmacks sind sie neben den Waggabongs des Züchters Mails Ändmor der Exportschlager des kleinen Dorfes. Als Trockenfische werden sie auf den ganzen Planeten gehandelt. In den Genuss frischer Perlsilberlinge kommen dagegen nur die Bewohner Rotfelsenhains und ihre Gäste.



Röddelbrödöngs

Was wären die Wonnewusel ohne Röddelbrödöngs? Die gutmütigen sechsbeinigen Tiere mit dem zotteligen Fell und den breiten, behaarten Pfoten dienen ihnen als Reittiere, als Lastenträger und als schnelle und wendige Jagdgefährten. Röddelbrödöngs sind Allesfresser, vor allem dann, wenn es um die Beseitigung von Resten eines Gelages geht. Die Beziehung der Caterer zu ihren Röddelbrödöngs ist geradezu symbiotisch und der Verzehr von Röddelbrödöngfleisch wäre für Wonnewusel ein an Kannibalismus grenzendes Unding. 

   

Röhrenwargler

Bei Röhrenwarglern handelt es sich um weiche fleischige Röhren. Sie werden ungefähr eine Nase lang und liegen am Waldboden herum, wo sie einfach eingesammelt werden. Niemand weiß, ob es sich bei ihnen um Tiere oder Pflanzen handelt. Das klebrige, süßlich-faulig reichende Innere der Röhren lockt Insekten an. Einmal in einem Röhrenwargler festgeklebt, bezahlen die kleinen Krabbler ihre Neugierde mit dem Leben und werden an Ort und Stelle verdaut. Caterer können Röhrenwargler einfach einsammeln. Sie werden gesäubert, kurz gekocht, in Ringe geschnitten und auf allerlei Arten, gerne auch mit verschiedensten Füllungen, zubereitet. Frittierte Röhrenwargler sind eine beliebte Zwischenmahlzeit bei Jung und Alt.



Springtierchen

Was für eine Laune der Natur! Die bunten Fellkugeln mit einem einzigen kräftigen Sprungbein an der Unterseite verfügen weder über Augen noch über Hörtrichterchen, dennoch hopsen sie in Herden durch die Wälder und Ebenen Massurgos. Ihre wuscheligen Pelze werden traditionell als Liebesgabe von Jungwuseln an ihre angebeteten Wuseldis verschenkt. Fast jede Karawane hat Springtierchen im Angebot. Die Caterer interessieren sich jedoch am meisten für die kräftigen Springbeine und deren zartes weißes Fleisch. In den Wäldern sind hin und wieder auch Riesenspringtierchen anzutreffen. Exemplare dieser besonders großen Spezies können mit ausgestrecktem Bein eine Größe von einer dreiviertel Nase erreichen.



Waggabongs
Mit ihren nackten, ledrigen Flügel gehören sie nicht zu den ausgespochenen Schönheiten der Tierwelt Massurgos, doch die Fortbewegung der "siebenmägigen Furzvögel" ist einmalig in der Fauna des Planeten. Waggabongs dienen den Karawanen als Übermittler von wichtigen Nachrichten und spielen eine große Rolle in der Luftflotte seiner Wonne Kingsize XIV. Sie ernähren sich ausschließlich von Blähbohnen, die in großen Plantagen angebaut werden. Die Bohnen werden in den sieben Mägen der mächtigen Vögel rückstandslos zu Gas verdaut, das sich im außergewöhnlich druckfesten siebenten Magen sammelt. Wenn die Vögel das komprimierte Gas mit einem Schlag durch ihre düsenförmige Analöffnung entweichen lassen, starten sie aus dem Stand und katapultieren sich in große Höhen. Erst dort breiten sie ihre imposanten Schwingen aus.