Entstehung der Figur Wonnefried

Die Wurzeln Wonnefrieds reichen bis in die 70er-Jahre zurück. Seinen ersten Auftritt hatte er 1973 in einem sehr kurzen, sehr wackeligen Zeichentrickfilmchen auf Super 8-Film. Sein Körper war damals sackartig, die Beine bestanden nur aus zwei winzigen Stelzen, die sich hektisch auf- und ab bewegten.

Erste Zeichentrickversuche
1974-75 erwachte er dann als Plastillin-Figur erneut zum Leben. Diesmal war er als "Wonneteufelchen" so etwas wie ein schalkhafter Fürst der Finsternis. Ein grobschlächtiges Monster und eine Schlange waren seine Gehilfen.

Weil die handelsübliche Knetmasse bei den sehr kleinen Figuren ohne Metallskelett unter dem damals noch notwendigen starken Licht einer 500W Lampe ständig dahinschmolz, war dem Wonneteufelchen leider keine allzu lange Karriere beschieden.

Wonneteufelchen
Wonneteufelchen 1974

Wenig später gab es noch einen Anlauf. Ich experimentierte mit Doppelbelichtungen und Wonnefried musste einfach als Testobjekt herhalten. Ein richtiger Film mit dem putzigen Kerl wurde daraus aber leider nie.

Doppelbelichtung ca. 1976

Lange Jahre war es still um Wonnefried, bis mich 2002 die Begeisterung für Computeranimationen packte und ich mit Cinema 4D zu experimentieren begann.
Das Ergebnis war ein 2-Minuten Filmchen: Wonnefried begeistert sein Publikum als Unterhaltungskünstler und wird durch eine tragische Verwechslung das Opfer eines Besuchers aus dem Weltraum. Natürlich hat dieses Werk eines blutigen Anfängers nichts mit den professionellen Animationsfilmen zu tun, wie sie heute am laufenden Band produziert werden, doch ich war damals recht stolz auf dieses kleine Erstlingswerk.

Wenn auch kaum etwas abgedroschener ist, als grüne Männchen, so hat sich das großnasige Wesen mit dem grünen Fell doch in meinem Bewusstsein festgesetzt. Mit der Zeit ging der Unterkiefer zurück und aus dem bisherigen "Krokodilschnabel" wurde ein überdimensionierter Mund mit Lippen.
 
2006
, 33 Jahre nach Wonnefrieds erstem Auftritt, begann ich, mit dieser Figur vor Augen, das Buch "Die Wonne, die du liebst..." zu verfassen. Beim Schreiben geriet ich oft in den Bann der wilden Geschichte und liess mich einfach davontragen, auf den Planeten Massurgo. Eine wonnevolle Welt entfaltete sich vor meinem inneren Auge. Oft hatte ich gar nicht mehr das Gefühl, mir etwas auszudenken, sondern fühlte mich mehr wie ein Beobachter, ein Berichterstatter, der staunend die Ereignisse in jener exotischen Welt niederschreibt.

Wenn Sie sich als Leser in der Welt der Wonnewusel genauso wohl fühlen, habe ich eines meiner Ziele erreicht.